Im Allgemeinen trägt der Vermieter die Kosten, die bei einem Leerstand entstehen. Dennoch müssen die Kosten einer leerstehenden Fläche in der Nebenkostenabrechnung berücksichtigt werden.

Bei der Verteilung der Gesamtkosten kommt es darauf an, welcher Umlageschlüssel bei der Nebenkostenabrechnung ausgewählt wurde. 

Wird nach Wohnfläche umgelegt, muss die leerstehende Fläche in der Nebenkostenabrechnung in der Gesamtwohnfläche erscheinen und darf nicht herausgerechnet werden. Denn dies hätte die Auswirkung, dass die Kosten für den Leerstand  des Vermieters auf die Mieter abgewälzt werden.

Bei einem Verteilerschlüssel nach Personenanzahl muss beachtet werden, dass die leerstehende Fläche nicht mit „0 Personen“ betitelt wird, sondern mit „1 Person“ auszuweisen ist. Mit der Folge, dass die Mieter vor einer Mehrbelastung geschützt werden und die Leerstands-Kosten vom Vermieter übernommen werden.

Wichtig: der Umlageschlüssel darf bei einem Leerstand nicht einfach so geändert werden. Eine Ausnahme bilden Kosten wie Wasser, Müllentsorgung etc., wenn ein Vermieter die Verteilung von Fläche auf Verbrauch ändern möchte (natürlich nur, wenn die technischen Voraussetzungen wie bspw. Wasserzähler vorhanden sind).

Wenn Sie als Vermieter Ihre Nebenkostenabrechnung auf vermietet.de erstellen und die verbrauchsabhängigen Kosten eintragen möchten, wählen Sie bitte das Feld „Manuell" aus und tragen Sie die einzelnen Werte entsprechend ein.

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